2 Emotionales

2 Hauptkriterien für Design in Korrespondenz zur gefühlsbezogenen Komponente ästhetischer Erfahrung

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  • Die bewussten Organisationsqualitäten als gefühlsbezogene Akzentuierung ästhetischer Erfahrung werden in der folgenden detaillierten Analyse hinsichtlich drei Dimensionen des Selbstkonzepts untersucht. Es werden Hauptkriterien benannt, die für das Zustandekommen der jeweiligen bewussten Organisationsqualität relevant sind. Je nach subjektiver Ausrichtung des Selbstkonzepts und des primären Gefühlsbezugs auf eine Dimension und deren Gewichtung für das Empfinden von Lebensqualität, ist die bewusste, qualitative Einlösung der entsprechenden Hauptkriterien zu finden. Da manche Hauptkriterien schwer einlösbar sind oder eine Dominanz von wenigen Hauptkriterien vorliegt, wird die spezielle Ausprägung des Selbstkonzepts und dessen bewusstes Ausleben unterdrückt. Beispielsweise kann durch die animative Aktualität von Design das Entstehen und…
  • Der Erfahrungsbereich des persönlichen Selbsts als ein Referenzbereich des Selbstkonzepts wird durch Selbstreflexion erschlossen und mitkonstruiert. Als bedingende Einflussgrößen hierfür sind insbesondere die subliminalen Organisationstendenzen zu berücksichtigen (vgl. Kapitel 3). Selbstverwirklichung und bewusst erlebte Lebensqualität wird unter diesem Schwerpunkt hauptsächlich als Stärkung, Vertiefung und Erweiterung des inneren Selbsts verstanden. Durch die bewusste, gefühlsmäßige Organisation der Erfahrungsinhalte nach verschiedenen Qualitäten ist das Selbst in unterschiedlichen Positionen erfahrbar. Es entstehen subjektive Wertungskriterien für Erfahrungen, die das innere Selbst betreffen. Die perzeptive Qualität wird durch das Hauptkriterium der reflektierten Sinnlichkeit, die empathive Qualität durch das Hauptkriterium des bewussten Selbstgefühls und die imaginative Qualität…
  • Nach der Analyse der Ausrichtung des Selbstkonzepts auf das innerliche Selbst, das in erster Linie durch Selbstreflexion zugänglich ist, wird im Anschluss die zweite Dimension des Selbstkonzepts, die an den Mitmenschen ausgerichtet ist und durch Kommunikation entfaltet wird, untersucht. Während diese Dimension hier nur als eine von weiteren Dimensionen betrachtet wird, fassen einige soziologische Ansätze das Selbst überhaupt als Produkt der Sozialisation auf. Die vorliegende Untersuchung führt zwar nicht zu dieser Auffassung, weist jedoch der kommunikativen Bezugnahme auf die Mitmenschen und deren Einfluss auf die ästhetische Erfahrung (vgl. Kapitel 4) einen hohen Stellenwert zu. Wesentlich für mitmenschliche Kommunikation ist deren…
  • Die dritte Dimension der schwerpunktmäßigen Ausrichtung der bewussten Organisationsqualitäten und des Selbstkonzepts ergibt sich aus der Interaktion mit der Welt. Diese Dimension ist die elementarste und liegt der Selbstreflexion, welche die Erschließung und Entwicklung des inneren Selbsts betrifft sowie der Kommunikation, welche die Beziehung zu den Mitmenschen erfasst, zugrunde. Sie bezieht sich auf das Verhältnis des Menschen zur Welt, das Umgehen mit den Konkretisierungsformen von Erfahrung, den Dingen sowie auf die dadurch zustande kommenden Wechselwirkungen, Veränderungen an den Dingen wie auch im Verhaltensprozess des Akteurs. Der Begriff Interaktion ist hier nicht im Sinne der soziologischen Theoriebildung zum symbolischen Interaktionismus nach…