4 Soziales

4 Kriterien für Design in Korrespondenz zur sozialen Komponente ästhetischer Erfahrung

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  • Aufgrund der zuvor dargestellten Korrespondenz von Design und sozialen Organisationsstrukturen kann im Folgenden untersucht werden, in welcher Weise die typischen sozialen Strukturen als Akzentuierungen der sozial bedingte Komponenten die Erfahrungsdynamik und die ästhetische Erfahrung beeinflussen und welche ästhetischen Kriterien für das jeweils entsprechende Potential von Design abzuleiten sind. Der Grundaufbau der Analyse entsteht durch das Nebeneinanderstellen der definierten typischen Organisationsstrukturen und der Gegenüberstellung des jeweils zugehörigen spezifisch ausgerichteten Potentials von Design. Die weitere Untergliederung der Analyse ist durch die erwähnten Teilprozesse, Konvention, Partizipation und Kooperation, gegeben. Mittels der dadurch zu erstellenden Untersuchungsmatrix sind die sozial bedingten ästhetischen Kriterien für Design…
  • Eine soziale Organisation festigt und verdinglicht sich als soziale Wirklichkeit, durch die Konventionen, die mit ihr in Zusammenhang stehen. Der soziale Teilprozess der Ausbildung von Konventionen definiert ein soziales System strukturell, zeitbezogen und inhaltlich. Dementsprechend kann es weiter untergliedert werden. Grundlegend für die strukturelle Ausrichtung des Kommunikationsflusses in einem sozialen System ist das geltende Wertungsprinzip. Für den dauerhaften Bestand des Systems bildet die der Konvention gemäße Auslegung von Wandlungsprozessen die zweite elementare Orientierungsgröße. Drittens ist das jeweils systemspezifische Entwicklungsziel durch die Konvention mitdefiniert. Durch langfristige Kommunikation ausgeformte und verfestigte Konventionen werden schließlich durch die Institutionalisierung eines sozialen Systems stabilisiert. Schon…
  • Ein weiterer Teilprozess, der die kommunikative Dimension der Erfahrung beeinflusst, ist die Partizipation. Die Erhaltung einer sozialen Organisationsstruktur erfordert die Mitwirkung von sozialen Akteuren. Auch dieser Prozess ist in drei Subprozesse zu gliedern. Der erste Subprozess kann als Eingliederung gekennzeichnet werden. Hierbei ist darauf zu achten, die bestehende Struktur nicht durch beliebige Kommunikationsbeiträge zu gefährden. Deshalb werden je nach Strukturtyp schwächere oder strengere Beteiligungsvorgaben aufgebaut. Zudem entwickelt jeder Strukturtyp in einem zweiten Subprozess bestimmte Anforderungen an die wesentliche Art und Weise, in der die sozialen Akteure ihre Beteiligung ausrichten sollen. Neben den Anforderungen bietet jeder Strukturtyp den Akteuren auch eine…
  • Jede dauerhafte Orientierung an einer typischen Organisationsstruktur wirkt auf die mitmenschliche Kooperation der Beteiligten oder auch auf die Einschätzung von an anderen Strukturen orientierten Mitmenschen zurück. Deshalb ist als dritter Teilprozess zur Erfassung der sozialen Bedingtheit von Erfahrung die Kooperation zu untersuchen. Auch dieser Prozess kann durch drei Subprozesse untergliedert und in Relation zu den sozialen Strukturen detailliert analysiert werden. Zunächst ist zu fragen, wie sich die Orientierung an einem Strukturtyp auf die Erfahrung innerer Verbundenheit zwischen den Beteiligten auswirkt. Dies betrifft den Subprozess der Verbindung. Dann wird untersucht, wodurch die Verlässlichkeit der Kooperation garantiert ist. Diese Thematik gehört zum…