{"id":889,"date":"2015-12-28T21:09:52","date_gmt":"2015-12-28T20:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?p=889"},"modified":"2016-02-05T21:28:50","modified_gmt":"2016-02-05T20:28:50","slug":"unterstuetzung-zum-kriterium-der-partnerschaftlichkeit-bezueglich-der-polyvalenten-struktur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/2015\/12\/28\/unterstuetzung-zum-kriterium-der-partnerschaftlichkeit-bezueglich-der-polyvalenten-struktur\/","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzung > Zum Kriterium der \u00bbPartnerschaftlichkeit\u00ab bez\u00fcglich der polyvalenten Struktur"},"content":{"rendered":"<p><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" style=\"margin:0 8px -8px 0; float: left\" width=\"180px\" height=\"90px\"><image xlink:href=\"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/i4_partizipativ.svg\" src=\"\" width=\"180px\" height=\"90px\" alt=\"partizipatives Potential\"  \/><\/svg> Der Subprozess der kooperativen Unterst\u00fctzung bez\u00fcglich der polyvalenten Struktur ist als aktive Hilfe zur Selbsthilfe beschreibbar. Beispielsweise werden die Bewohner einer Wohngemeinschaft einander zwar helfen, aber nicht dem Idealbild einer harmonischen Familie entsprechend grenzenlose Hilfsbereitschaft zeigen, sondern mit den Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen die Erwartung an entsprechende Eigenaktivit\u00e4ten verbinden. Die aus dem Subprozess der Unterst\u00fctzung hervorgehenden Bedingungen f\u00fcr die Erfahrung sind durch das Kriterium der Partnerschaftlichkeit zu umrei\u00dfen und zu gewichten.<\/p>\n<p>Das partizipative Potential von Design entspricht dem Kriterium der Partnerschaftlichkeit durch ein dem Problem angemessenes, dieses weder v\u00f6llig aufhebendes noch ihm ausweichendes L\u00f6sungsangebot. Dies ist insbesondere in solchen sozialen Bereichen wichtig, in denen Menschen mit unterschiedlichen F\u00e4higkeiten aufeinandertreffen wie in der Entwicklungshilfe, der Schule und Ausbildung oder der Behindertenbetreuung.<\/p>\n<h2>Beispiel f\u00fcr das partizipative Potential von Design<\/h2>\n<p>Beispielweise geht Entwicklungshilfe mit Orientierung an der hierarchischen Struktur, wie sie noch in den sechziger Jahren typisch war, nicht spezifisch auf die Probleme der Menschen in den sogenannten unterentwickelten L\u00e4ndern ein. Sie zwingt diesen Menschen den westlichen Lebensstil auf. Die bereitgestellten Hilfsangebote wie K\u00fchlschr\u00e4nke oder Traktoren verbessern zwar vordergr\u00fcndig die Situation, l\u00f6sen aber nicht die landestypischen Probleme. Auch die grenzenlose Hilfsbereitschaft, die von karitativen Organisationen mit Orientierung auf eine integrative soziale Struktur aller Menschen angeboten wird, ist langfristig negativ einzusch\u00e4tzen, weil sie die Probleml\u00f6sung vollst\u00e4ndig \u00fcbernimmt und somit die Menschen von fortdauernder Hilfe abh\u00e4ngig macht. Dagegen regt das partizipative Potential von Design durch seine Art der partnerschaftlichen Unterst\u00fctzung zur Selbsthilfe an und f\u00fchrt so auf einen dauerhaften L\u00f6sungsweg hin, der aus eigener Kraft fortgesetzt werden kann. So f\u00f6rdert und unterst\u00fctzt die Firma Hess Natur den Anbau naturbelassener Baumwolle in Erzeugerl\u00e4ndern durch umfassende technische, agrarwissenschaftliche und wirtschaftliche Betreuung und bef\u00e4higt die Beteiligten zur Erzeugung vermarktbarer Produkte.<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung durch das partizipative Potential von Design vermittelt den von Schwierigkeiten Betroffenen wieder neues Selbstvertrauen und erleichtert die Wiederherstellung einer partnerschaftlichen sozialen Kooperation. Beispielsweise geht es bei der Gestaltung von Einrichtungen oder Gegenst\u00e4nden f\u00fcr behinderte Menschen nicht darum, alle Probleme von ihnen fern halten, sondern die eigenst\u00e4ndige Mitwirkung an der L\u00f6sung ihrer Probleme zu erleichtern.<\/p>\n<p>Sinnvoll w\u00e4re es auch, das Lernumfeld und Lernmaterialien nach dem Kriterium der Unterst\u00fctzung zu gestalten. Der Lernende lernt nichts, wenn ihm sein Problem von einem hilfsbereiten Kommilitonen v\u00f6llig abgenommen wird. Er macht aber auch keine Lernfortschritte, wenn ihm eine Lehrperson scheinbar entgegenkommend aber mit reservierter Haltung die richtige L\u00f6sung vorlegt, wohl wissend, dass mit deren Kenntnis noch kein Verst\u00e4ndnis einhergeht. Demgegen\u00fcber stellt das partizipative Potential von Design anleitende Unterst\u00fctzungen bereit, die dem Lernenden Schritt f\u00fcr Schritt erm\u00f6glichen, den weiteren L\u00f6sungsweg selbst\u00e4ndig zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Subprozess der kooperativen Unterst\u00fctzung bez\u00fcglich der polyvalenten Struktur ist als aktive Hilfe zur Selbsthilfe beschreibbar. 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