{"id":860,"date":"2015-12-28T20:19:04","date_gmt":"2015-12-28T19:19:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?p=860"},"modified":"2015-12-28T20:19:04","modified_gmt":"2015-12-28T19:19:04","slug":"eingliederung-zum-kriterium-der-integrationswilligkeit-bezueglich-der-integrativen-struktur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/2015\/12\/28\/eingliederung-zum-kriterium-der-integrationswilligkeit-bezueglich-der-integrativen-struktur\/","title":{"rendered":"Eingliederung > Zum Kriterium der \u00bbIntegrationswilligkeit\u00ab bez\u00fcglich der integrativen Struktur"},"content":{"rendered":"<p>Die integrative Struktur steht f\u00fcr Partizipation grunds\u00e4tzlich offen. Es werden keine spezifischen F\u00e4higkeiten verlangt, allein auf die Integrationswilligkeit kommt es an. Der Einsteiger lernt haupts\u00e4chlich durch Nachmachen, kaum durch explizite Erkl\u00e4rungen. Mit der Zeit w\u00e4chst er beinahe unmerklich in das System hinein. Das Lernen l\u00e4uft hier sehr stark auf subliminaler Ebene ab und gelerntes bleibt daher tief im Innersten verankert. Wissen, das auf diese Weise verk\u00f6rpert ist, erscheint bald so selbstverst\u00e4ndlich zu sein, dass es f\u00fcr prinzipiell von jedem erschlie\u00dfbar gehalten wird. Fragen werden weniger verbal, als bevorzugt durch anleitendes Vormachen beantwortet. Wichtig ist nicht die Perfektion mit der die Anleitung nachvollzogen wird, wie dies in der hierarchischen Struktur verlangt werden w\u00fcrde, sondern das Erwerben einer innerlichen Bef\u00e4higung, die Anleitung auch unter etwas ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen \u00e4hnlich auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Das kollektive Potential von Design unterst\u00fctzt das Kriterium der Integrationswilligkeit im Subprozess der Eingliederung durch eine unspezifische Ausf\u00fchrung und intuitive Erfassbarkeit der Gegenst\u00e4nde, die zur Lebensgestaltung der an einem sozialen System mit integrativer Struktur Beteiligten geh\u00f6ren.<\/p>\n<h2>Beispiel f\u00fcr das kollektive Potential von Design<\/h2>\n<p>Die Gestaltung von Beh\u00f6rdenformularen ist h\u00e4ufig nicht an dem kollektiven Potential von Design orientiert und f\u00fcr die Mehrheit der B\u00fcrger, insbesondere auch der ausl\u00e4ndischen Mitb\u00fcrger, die sich dem Kriterium der Integrationswilligkeit entsprechend verhalten m\u00f6chten, nur schwer verst\u00e4ndlich. Gerade in diesem Bereich sollten sowohl Texte als auch deren grafische Einteilung leichter erfassbar gestaltet werden.<\/p>\n<p>Aus der Forderung nach Erleichterung einer intuitiven Erlernbarkeit des Umgangs mit der sozialen, durch die integrative Struktur gepr\u00e4gten Wirklichkeit ist jedoch nicht die absolute Selbsterkl\u00e4rungsf\u00e4higkeit eines Produkts abzuleiten. Diese ist hinsichtlich Produkten mit breitem Leistungsumfang nicht einzuhalten. Das Erlernen des Umgangs mit vielen Produkten, die aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken sind, kann weder allein der Eigeninitiative der Nutzer \u00fcberlassen, noch diesen vollst\u00e4ndig von den Designern der Interfaces abgenommen werden. Es ist vielmehr notwendig, dementsprechende F\u00e4higkeiten bereits im Kindergarten und in der Schule zu lernen und beispielsweise durch Angebote der Volkshochschule auszubauen. Die Bedienung komplexer Automaten, die Abwicklung von Bankgesch\u00e4ften, das Wissen um steuerliche Verpflichtungen und B\u00fcrgerrechte, das Ausf\u00fcllen von Formularen ist nicht ad hoc erst im Bedarfsfall allein aufgrund einer intuitiven Nutzerf\u00fchrung erlernbar. Damit das kollektive Potential von Design nicht auf einem allzu niedrigen Nenner festgeschrieben wird oder auch die Erkl\u00e4rung eines einfachen Produkts sozusagen bei Null beginnen muss, bleibt es notwendig, elementare F\u00e4higkeiten zur Alltagsbew\u00e4ltigung wie die Teilnahme am Stra\u00dfenverkehr einzu\u00fcben und st\u00e4ndig weiterzuentwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die integrative Struktur steht f\u00fcr Partizipation grunds\u00e4tzlich offen. Es werden keine spezifischen F\u00e4higkeiten verlangt, allein auf die Integrationswilligkeit kommt es an. Der Einsteiger lernt haupts\u00e4chlich durch Nachmachen, kaum durch explizite Erkl\u00e4rungen. 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