{"id":852,"date":"2015-12-28T19:48:30","date_gmt":"2015-12-28T18:48:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?p=852"},"modified":"2016-02-05T21:31:22","modified_gmt":"2016-02-05T20:31:22","slug":"wandlung-zum-kriterium-der-flexibilitaet-bezueglich-der-polyvalenten-struktur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/2015\/12\/28\/wandlung-zum-kriterium-der-flexibilitaet-bezueglich-der-polyvalenten-struktur\/","title":{"rendered":"Wandlung > Zum Kriterium der \u00bbFlexibilit\u00e4t\u00ab bez\u00fcglich der polyvalenten Struktur"},"content":{"rendered":"<p><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" style=\"margin:0 8px -8px 0; float: left\" width=\"180px\" height=\"90px\"><image xlink:href=\"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/i4_partizipativ.svg\" src=\"\" width=\"180px\" height=\"90px\" alt=\"partizipatives Potential\"  \/><\/svg> Hinsichtlich der polyvalenten Struktur k\u00f6nnen sich ausgehend von dem gleichen Problem mehrere L\u00f6sungsprozesse mit verschiedenen Auswirkungen entwickeln. Das Auffinden einer zeitlos richtigen L\u00f6sung wird dabei nicht erwartet. Vielmehr stehen die verschiedenen Einzelprozesse in st\u00e4ndiger Interdependenz zueinander. Dadurch entstehen Prozesse, die sich wechselweise, schneller oder langsamer beeinflussen und die prinzipielle Wandlung sowie die Flexibilit\u00e4t hinsichtlich weiterer Entwicklungsziele der polyvalenten Struktur begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Die mit der Orientierung an der polyvalenten Struktur verbundene Erfahrung beinhaltet die st\u00e4ndige Bereitschaft zur bewussten Erprobung von ver\u00e4ndernden Einflussgr\u00f6\u00dfen. Sie erfordert geistige und praktische Flexibilit\u00e4t von den sozialen Akteuren und nicht das fatalistische Akzeptieren oder das steuernde Absichern gegen\u00fcber Wandlungen. Die Erfahrung und F\u00e4higkeit zur Flexibilit\u00e4t werden besser durch breit gef\u00e4cherte Wissensbildung oder spielerische Sportarten, als durch selektiv optimiertes Wissen oder ger\u00e4tespezifische Kondition ausgebildet.<\/p>\n<p>Die Wandlung von Konventionen der polyvalenten Struktur und die das mit ihr verbundene Kriterium der Flexibilit\u00e4t bez\u00fcglich der Erfahrung spricht besonders das Lebensgef\u00fchl oder die \u00e4sthetische Erfahrung junger und jung gebliebener Menschen an, die sich nicht auf die festgelegte hierarchische Struktur einlassen wollen und sich nicht fatalistisch der integrativen Struktur \u00fcberlassen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend diese Flexibilit\u00e4t in der hierarchischen Struktur ein St\u00f6rfaktor w\u00e4re, bietet die polyvalente Struktur eine positive Auseinandersetzung mit der flexiblen Suche nach alternativen Entwicklungszielen. Das \u00e4sthetische Kriterium der Flexibilit\u00e4t kann auch zu kommunikativem Verhalten motivieren, weil es den sozialen Akteuren Gelegenheit gibt, ihre kommunikative Erfahrungsdimension in verschiedene Richtungen zu testen.<\/p>\n<p>Das partizipative Potential von Design w\u00e4chst von unten aus Initiativen von Einzelpersonen, Interessengruppierungen oder Subkulturen, die in ihren Lebensbereichen etwas ver\u00e4ndern wollen, im Gegensatz zu dem von Fachleuten von oben installierten, instruierenden, distinktiven Potential von Design. Dieser Flexibilit\u00e4t als Kriterium der kommunikativen Dimension \u00e4sthetischer Erfahrung kann das partizipative Potential von Design durch die M\u00f6glichkeit, Ver\u00e4nderungen an einem Produkt vornehmen zu k\u00f6nnen oder durch das Angebot v\u00f6llig neuer Produktkonzepte entsprechen.<\/p>\n<h2>Beispiel f\u00fcr das partizipative Potential von Design<\/h2>\n<p>Viele M\u00f6bel von Ikea eignen sich als Beispiel f\u00fcr das partizipative Potential von Design, denn sie k\u00f6nnen leicht auf- oder abgebaut, mit Farbe oder wenigen Zusatzteilen optisch oder funktional in Relation zu den spezifischen W\u00fcnschen oder der flexiblen Lebensweise der Nutzer ver\u00e4ndert werden. Sie erleichterten ein an dem \u00e4sthetischen Kriterium der Flexibilit\u00e4t orientiertes Verhalten. Auch die wechselhaften \u00e4sthetischen Angebote der Mode sind dem partizipativen Potential zuzurechnen, wenn sie nicht als Modediktat nur befolgt, sondern mit eigenen Zutaten vermischt werden und als flexible kommunikative Zeichen innerhalb des sozialen Miteinanders fungieren.<\/p>\n<p>Aber auch in professionellen Handlungsbereichen, die h\u00e4ufig eine hierarchisches Organisationsstruktur aufweisen wie Wissenschaft, Forschung, Sport, Theater usw. kann das Kriterium der Flexibilit\u00e4t ein erstarrtes System aufbrechen, neue Impulse setzen und Entwicklungen erm\u00f6glichen. Bew\u00e4hrte Methoden werden testweise modifiziert, alte Deutungen uminterpretiert usw. Beispielsweise pr\u00e4sentieren Studenten der HBK Saarbr\u00fccken ihre Projekte nicht in etablierten Galerien, sondern auch mal mitten in der Stadt und provozieren dadurch die Passanten dazu, flexible Kommunikationsprozesse zu beginnen. Der Eventk\u00fcnstler Christoph Schlingensief st\u00f6rt durch seine Projekte den erwartungsgem\u00e4\u00dfen Ablauf von traditionellen Ereignissen indem er zus\u00e4tzliche Kommunikationsprozesse inszeniert, Menschen zum Mitmachen auffordert und somit flexible Wege aufzeigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinsichtlich der polyvalenten Struktur k\u00f6nnen sich ausgehend von dem gleichen Problem mehrere L\u00f6sungsprozesse mit verschiedenen Auswirkungen entwickeln. Das Auffinden einer zeitlos richtigen L\u00f6sung wird dabei nicht erwartet. Vielmehr stehen die verschiedenen Einzelprozesse in st\u00e4ndiger Interdependenz zueinander. 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