{"id":754,"date":"2015-12-18T22:31:49","date_gmt":"2015-12-18T21:31:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?p=754"},"modified":"2016-02-05T22:58:50","modified_gmt":"2016-02-05T21:58:50","slug":"akkumulation-zur-strategie-der-vertiefung-bezueglich-der-resonanten-option","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/2015\/12\/18\/akkumulation-zur-strategie-der-vertiefung-bezueglich-der-resonanten-option\/","title":{"rendered":"Akkumulation > Zur Strategie der \u00bbVertiefung\u00ab bez\u00fcglich der resonanten Option"},"content":{"rendered":"<p><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" style=\"margin:0 8px -8px 0; float: left\" width=\"180px\" height=\"90px\"><image xlink:href=\"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/i6_interpretativ.svg\" src=\"\" width=\"180px\" height=\"90px\" alt=\"interpretative Perspektivi&auml;t\"  \/><\/svg> Ohne ein Identit\u00e4tsgef\u00fchl als Erfahrungshintergrund k\u00f6nnen Menschen keine selbstbestimmte Aktivit\u00e4t entwickeln. Sie ben\u00f6tigen daher zur Selbstfindung und Selbstentfaltung durch die Vertiefung des Erfahrungshintergrunds Optionen in Resonanz zu ihrer Wirklichkeit. Zu beachten ist jedoch, dass eine zu starke, nur auf sich selbst bezogene Identit\u00e4t in das zwischenmenschliche Abseits f\u00fchren kann. Deshalb ist die dynamische, flexible Erweiterung der subliminalen Akkumulation von Erfahrung ebenso wichtig wie deren Vertiefung.<\/p>\n<p>Die interpretative Perspektivit\u00e4t von Design kann schwerpunktm\u00e4\u00dfig sensitiv, animativ oder impulsiv ausgerichtete Interpretationen anbieten. Diese sollten dem gegenw\u00e4rtigen Aktivit\u00e4tsziel entsprechen, anschlie\u00dfbar sein, zur sinnhaften Erfahrungsakkumulation f\u00fchren, Wichtigkeit gewinnen, ein Gef\u00fchl von Vertrautheit festigen und somit das pers\u00f6nliche Wirklichkeitskonstrukt best\u00e4tigen, st\u00e4rken und vertiefen. Durch solche Designangebote werden selbstverst\u00e4ndlich erscheinende \u00e4sthetische Anschlussm\u00f6glichkeiten geschaffen und l\u00e4ngerfristig dazu beigetragen, dass die vertrauten Komponenten des Selbstgef\u00fchls im Zuge der Erfahrungsakkumulation zu einer pers\u00f6nlichen Identit\u00e4t verwachsen.<\/p>\n<h2>Beispiele f\u00fcr die interpretative Perspektivit\u00e4t von Design<\/h2>\n<p>Gestaltung und Nutzung von Interfaces sind f\u00fcr viele Designer und Nutzer noch ungewohnt. Deshalb erfolgt die erste intuitive, auf den Erfahrungsschatz bezogene Orientierung oft anhand \u00e4sthetischer Elemente, die aus der zweidimensionalen Gestaltung bekannt sind. Dadurch kommen die speziellen M\u00f6glichkeiten der digitalen Medien nicht voll zum Einsatz und Designer wie Nutzer f\u00fchlen sich im Umgang mit den neuen Medien im Vergleich zu ihren Erfahrungen bez\u00fcglich der gewohnten Medien best\u00e4tigt. Sie stellen fest, dass sich nichts Wesentliches ge\u00e4ndert hat oder sind entt\u00e4uscht, weil der Bildaufbau oder die Lesbarkeit der Schrift nicht der gewohnten Druckqualit\u00e4t entspricht.<\/p>\n<p>Das Ankn\u00fcpfen an bew\u00e4hrte Erfahrungen wie die Anwendung visueller Ordnungsregeln hilft zwar bei der Ann\u00e4herung an ein neues Medium, erzeugt aber noch keine Vertiefung des Erfahrungsschatzes. Erst \u00e4sthetische Hinweise, welche die momentan bevorzugte subliminale Tendenz ansprechen und dazu anregen, zum Beispiel im Zuge multimedial unterst\u00fctzter Interaktionen, weitere die gew\u00e4hlte Tendenz fortf\u00fchrende Screens zu \u00f6ffnen, verhelfen zu einer vertiefenden Erfahrungsakkulumation. Die Nutzerf\u00fchrung der CD-Rom \u00bbLumpensammler im Datenraum\u00ab, die das Werkbund-Archiv in Berlin vorstellt, bietet unterschiedliche Wege zum Erkunden des Archivs an. Selbst wenn die Fakten bereits als solche bekannt sind, macht es Vergn\u00fcgen, die Navigationswege gem\u00e4\u00df momentaner Vorlieben auszuprobieren und den Erfahrungsschatz zu vertiefen.<\/p>\n<p>Digitale Medien wie Websites oder CD-Roms bieten die technische Voraussetzung f\u00fcr eine den subliminalen Tendenzen entgegenkommende Nutzerf\u00fchrung. Da die unterschwelligen Erwartungen an die Website einer Firma oder Institution sowie der Erfahrungsstand der verschiedenen Interessenten sehr unterschiedlich sind, bietet es sich an, jeder Nutzergruppe auf sie abgestimmte Navigationswege durch die Site zu erm\u00f6glichen. Dies kann durch die Unterscheidung von f\u00fcr den Benutzer sichtbarem und unsichtbaren, die technische Funktionalit\u00e4t betreffenden Design umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Das sichtbare Design vermittelt durch \u00e4sthetisch auf die Zielgruppen abgestimmte Designmasken, in denen das Corporate Design der Firma erkennbar bleibt, dem Nutzer den Eindruck einer klaren, zielf\u00fchrenden Navigation. Zu diesen Designmasken geh\u00f6ren je spezifische Bilder, Animationen, Sounds und Textformulierungen. Das unsichtbare Design betrifft die Kompatibilit\u00e4t aller Datens\u00e4tze auf der Programmebene. Auf diese Weise f\u00fchlt sich jeder Besucher pers\u00f6nlich angesprochen und ist innerlich zur Vertiefung seines Erfahrungsschatzes bereit. Au\u00dferdem ist gew\u00e4hrleistet, dass jeder Nutzer die Navigation nach seiner momentanen Tendenz und seinem Wissenstand selbst steuern kann und alle Datens\u00e4tze f\u00fcr ihn erreichbar sind. So kann in Resonanz zu den anzusprechenden Klienten f\u00fcr einen sportbegeisterten, von der somatischen Tendenz beeinflussten Jugendlichen eine andere Designmaske entwickelt werden, als f\u00fcr eine empfindsame, der introvertierten Tendenz folgenden Person oder f\u00fcr einen professionellen Anwender, der bestimmt von der explorativen Tendenz nach neuen Impulsen Ausschau h\u00e4lt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne ein Identit\u00e4tsgef\u00fchl als Erfahrungshintergrund k\u00f6nnen Menschen keine selbstbestimmte Aktivit\u00e4t entwickeln. Sie ben\u00f6tigen daher zur Selbstfindung und Selbstentfaltung durch die Vertiefung des Erfahrungshintergrunds Optionen in Resonanz zu ihrer Wirklichkeit. 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