{"id":680,"date":"2015-12-18T19:46:47","date_gmt":"2015-12-18T18:46:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?p=680"},"modified":"2015-12-18T21:37:49","modified_gmt":"2015-12-18T20:37:49","slug":"fixierung-zum-kriterium-der-materialisierbarkeit-bezueglich-der-kontextuellen-logik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/2015\/12\/18\/fixierung-zum-kriterium-der-materialisierbarkeit-bezueglich-der-kontextuellen-logik\/","title":{"rendered":"Fixierung > Zum Kriterium der \u00bbMaterialisierbarkeit\u00ab bez\u00fcglich der kontextuellen Logik"},"content":{"rendered":"<p><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" style=\"margin:0 0 -8px 0\" width=\"60px\" height=\"30px\"><image xlink:href=\"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/i_situativ.svg\" src=\"\" width=\"60px\" height=\"30px\" alt=\"situatives Potential\"  \/><\/svg> Medien mit kontextueller Logik sind durch ihre Materialisierbarkeit fixierbar. Dies hei\u00dft, dass ein Medium nicht f\u00fcr den Lebenskontext zur Verf\u00fcgung stehen kann, wenn seine Materialisierung beispielsweise aufgrund der unterschiedlichen Materialien oder Bodensch\u00e4tze, die der naturgegebene Lebensraum enth\u00e4lt, nicht gelingt. Mitbeeinflusst durch diese differierenden Anfangsbedingungen entwickelten sich verschiedene Kulturen. Heutzutage entsteht regionale Architektur nicht mehr allein wegen der verschiedenen Baumaterialien wie Sandstein oder Granit, Weich- oder Hartholz die in einer Gegend vorhanden sind und durch welche auch die Erfahrungen und Kenntnisse beispielsweise der Handwerker mitgepr\u00e4gt werden. Unterschiede bei der Gestaltung der gegenst\u00e4ndlichen Umwelt aufgrund von regionalen Materialvorkommen und dem zugeh\u00f6rigen traditionellen Kunsthandwerk nahmen mit den Fortschritten des Transportwesens ab (vgl. Punkt 5.3.2.2). Die Erleichterung der Fixierung von Erfahrungen bez\u00fcglich kontextbezogenen Interaktionen ist ein Kennzeichen der modernen Industriegesellschaft. Ihr Materialverschlei\u00df wird erst heute offensichtlich Dementsprechend muss das situative Potential von Design bez\u00fcglich dem Kriterium der Materialisierbarkeit verst\u00e4rkt \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Aus diesem Ansatz folgt nicht zwangsl\u00e4ufig, dass die interaktiven Erfahrungen im Lebensraum wiederum allein von den naturgegebenen Materialien abh\u00e4ngig gemacht und somit eingeschr\u00e4nkt werden m\u00fcssen. Die Anstrengungen sind vielmehr darauf zu richten, durch Interaktionen mit dem Lebenskontext entwickelte und f\u00fcr wertvoll befundene Erfahrungen in unterschiedlicher Weise, durch verschiedene Materialien und Verarbeitungsverfahren zu fixieren. Dadurch kann das situative Potential von Design dazu beitragen, kulturell gewachsene Unterschiede zu pflegen und sinnvolle Erfahrungen im Umgang mit kontextuellen Logiken interkulturell zu fixieren.<\/p>\n<h2>Beispiel f\u00fcr das situative Potential von Design<\/h2>\n<p>Die Fixierung einer guten Infrastruktur geh\u00f6rt zu den wichtigsten F\u00f6rderma\u00dfnahmen der den kontextuellen Logiken unterworfenen Lebensbedingungen. So wird gesch\u00e4tzt, dass die massiven Erdbeben in Mittelamerika Ende 1998 die betroffenen L\u00e4nder in ihrer Entwicklung um mindestens zwanzig Jahre zur\u00fcckgeworfen haben, weil die Infrastruktur wie Stra\u00dfennetz, Energieversorgung usw. teils vollkommen zerst\u00f6rt wurde. Das Wissen um den Zusammenhang von Lebensqualit\u00e4t und Infrastruktur sollte dazu f\u00fchren, auch denjenigen Menschen, die in schwierigem Gel\u00e4nde leben, zu helfen, eine der Beschaffenheit dieses Gel\u00e4ndes gem\u00e4\u00dfe Infrastruktur zu entwickeln oder zu erhalten, deren kontextuelle Logik mittels dem situativen Potential von Design entsprechend dem Kriterium der Materialisierbarkeit geformt wird. So ist es im flachen Land sinnvoll, die Binnenschifffahrt und die zugeh\u00f6rige Technologie wie auch den Schiffsbau zu erhalten und in gebirgigen Regionen sind die Erfahrungen mit dem Tunnelbau sowie den speziell entwickelten Ger\u00e4tschaften zu fixieren.<\/p>\n<p>Dass es auf Dauer unm\u00f6glich ist, eine Landschaftsplanung ohne Ber\u00fccksichtigung des Kriteriums der Materialisierbarkeit umzusetzen, zeigt die ansteigende Zahl von Naturkatastrophen in Wintersportgebieten oder in Regionen, die bekannterma\u00dfen \u00fcberschwemmungs- oder erdbebengef\u00e4hrdert sind. Auch in diesem Zusammenhang k\u00f6nnen Menschen von regional tradierten Erfahrungen mit Materialien profitieren, diese austauschen, neue technische L\u00f6sungen nach dem Kriterium der Materialisierbarkeit entwickeln und in Relation zur jeweils vorgefundenen kontextuellen Logik fixieren. So nutzen zum Beispiel asiatischen Architekten und Techniker ihre tradierten Erfahrungen mit dem Material Bambus und entwickeln Hightech-Materialien wie Kohlefaserverbundstoffe mit \u00e4hnlichen Eigenschaften zur Konstruktion erdbebensicherer Geb\u00e4ude.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medien mit kontextueller Logik sind durch ihre Materialisierbarkeit fixierbar. Dies hei\u00dft, dass ein Medium nicht f\u00fcr den Lebenskontext zur Verf\u00fcgung stehen kann, wenn seine Materialisierung beispielsweise aufgrund der unterschiedlichen Materialien oder Bodensch\u00e4tze, die der naturgegebene Lebensraum enth\u00e4lt, nicht gelingt. 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