{"id":1100,"date":"2016-03-17T21:55:26","date_gmt":"2016-03-17T20:55:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?p=1100"},"modified":"2016-03-17T21:55:26","modified_gmt":"2016-03-17T20:55:26","slug":"zum-kriterium-der-assoziierbarkeit-bezueglich-der-introvertierten-tendenz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/2016\/03\/17\/zum-kriterium-der-assoziierbarkeit-bezueglich-der-introvertierten-tendenz\/","title":{"rendered":"Zum Kriterium der \u00bbAssoziierbarkeit\u00ab bez\u00fcglich der introvertierten Tendenz"},"content":{"rendered":"<p><svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" style=\"margin:0 8px -8px 0; float: left\" width=\"180px\" height=\"90px\"><image xlink:href=\"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/i3_animativ.svg\" src=\"\" width=\"180px\" height=\"90px\" alt=\"animatives Potential\"  \/><\/svg> Freies Assoziieren ist eine Methode, um die Ideenfindung nicht durch bewusste Reflexion vorzeitig abzublocken. Spontan werden Gedanken ge\u00e4u\u00dfert, die bez\u00fcglich einem gegebenen Begriff oder einer Problemstellung in den Sinn geraten. Diese Assoziationen k\u00f6nnen sich verselbst\u00e4ndigen und sozusagen vom Hundertsten ins Tausendste gehen. Es entsteht ein assoziatives Sinngewebe, welches in seinen fortgeschrittenen Ver\u00e4stelungen und Verbindungen mit dem ansto\u00dfgebenden Anlass oft gar nichts mehr zu tun hat. Trotzdem kann der Anlass sp\u00e4ter stellvertretend f\u00fcr den Assoziationsprozess stehen. Dann wird ein Bild, ein Plakat, ein Film, eine Hausfassade oder ein M\u00f6belst\u00fcck, ein Werkzeug usw. in der \u00e4sthetischen Erfahrung zum Knotenpunkt, der ein viel gr\u00f6\u00dferes Sinngewebe zusammenh\u00e4lt. Solche Assoziationen sind durch den Erfahrungshintergrund gepr\u00e4gt und gestaltet. Sie nehmen im Erleben gro\u00dfen Raum ein, beispielsweise auch als Tagtr\u00e4ume. Dadurch bewegt sich jeder Mensch, dem eine selbst\u00e4ndige Entwicklung m\u00f6glich ist, in seiner speziellen Wirklichkeit. Wissenschaftliche, philosophische, religi\u00f6se oder k\u00fcnstlerische Beschreibungen dieser Wirklichkeiten, sind je auf ihre Art bestrebt, deren gemeinsames Fundament zu erfassen und setzen dieses oft mit der einen zeitlosen oder sich linear entwickelnden Realit\u00e4t gleich, innerhalb derer die verschiedenen Erlebniswirklichkeiten der einzelnen Menschen nur verg\u00e4ngliche Nischen bilden. Gerade in der dynamischen Entfaltung von Nischenwirklichkeiten und der Generierung von unterschiedlichen Sinnzusammenh\u00e4ngen kann aber der eigentliche Wert des individuellen Lebens liegen.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der Position von Design und den zugeh\u00f6rigen \u00e4sthetischen Pr\u00e4ferenzen, ist zu fragen, ob Design als zeitlose Deutung der einen objektiven Realit\u00e4t, bzw. als deren linear fortschreitende Modellierung oder im Unterschied zu diesem vereinheitlichenden Ansatz als Ausdruck und immer neue Interpretation der in verschiedenen Lebensprozessen generierten Vielfalt von Wirklichkeiten verstanden werden soll. Im ersten Fall bezeichnet Design abgekapselte Einheiten, Black-Boxes, die den Nutzern ohne R\u00fccksicht auf spezielle Sinnzusammenh\u00e4nge vorgesetzt werden. Im zweiten Fall, der die Aufgabe des animativen Potentials von Design bezogen auf die Assoziierbarkeit innerhalb der introvertierten Tendenz bezeichnet, sollte sich Design aus der Wirklichkeit der Nutzer entwickeln und potentiell zu einem sinnhaften Knotenpunkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Beispiel f\u00fcr das animative Potential von Design<\/h2>\n<p>Ein gutes Erscheinungsbild eines Unternehmens vom Briefkopf \u00fcber Architektur, Produktgestaltung und innerbetriebliche Organisation vemittelt nach innen und nach au\u00dfen die Assoziation eines stimmigen, sinnvollen Zusammenhangs. Corporate Identity und Corporate Image m\u00fcssen in Kooperation mit den Mitarbeitern und den Kunden gestaltet werden, um durch den Einsatz von Gestaltung in allen Bereichen intuitiv funktionierende Sinnanschl\u00fcsse anbieten zu k\u00f6nnen. Insbesondere die Mitarbeiter von Dienstleistungsunternehmen sollten selbst positive Assoziationen mit der Unternehmensidentit\u00e4t verbinden, damit sie diese im Kundenkontakt weitergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Entgegen strikten CI-Konzepten, in die sich die Mitarbeiter einf\u00fcgen m\u00fcssen, bietet das animative Potential die M\u00f6glichkeit der Assoziierbarkeit zu verschiedenen subjektiven Wirklichkeiten an. Das animative Potential von Design sollte daher nicht unbedingt nur eine perfektionierte L\u00f6sung fixieren, sondern m\u00fcsste im \u00e4sthetischen Ausdruck variabel sein und durch technisch leicht zu realisierende \u00c4nderungen Assoziierbarkeit und sinnvolle Entfaltung innerhalb verschiedener Erlebniswirklichkeiten anbieten. Ein gutes Beispiel hierf\u00fcr ist das Swatch-Prinzip.<\/p>\n<p>Ein Werbespot von Microsoft zeigt mittels einem filmischen Streifzug \u00fcber die Welt die Begegnung mit verschiedensten Menschen, die in ihrem Bereich das beworbene Produkt einsetzen. Hier wird auf subtile Weise die Assoziation vermittelt, dass das Produkt sinnvoll in verschiedenste subjektive Lebenswirklichkeiten integriert werden kann und diese qualitativ bereichert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freies Assoziieren ist eine Methode, um die Ideenfindung nicht durch bewusste Reflexion vorzeitig abzublocken. Spontan werden Gedanken ge\u00e4u\u00dfert, die bez\u00fcglich einem gegebenen Begriff oder einer Problemstellung in den Sinn geraten. 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