{"id":619,"date":"2015-12-18T14:36:09","date_gmt":"2015-12-18T13:36:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?page_id=619"},"modified":"2018-05-09T20:31:17","modified_gmt":"2018-05-09T18:31:17","slug":"zusammenfassung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/zusammenfassung\/","title":{"rendered":"Zusammenfassung"},"content":{"rendered":"<p>Die Grundperspektive der Untersuchung basiert auf der Annahme vielf\u00e4ltiger Formen \u00e4sthetischer Erfahrung und Vorstellungen von Lebensqualit\u00e4t, bzw. einem guten Leben. Ziel der Untersuchung ist es, die Bef\u00fcrwortbarkeit der Forderung \u00bbDesign f\u00fcr vielf\u00e4ltig erfahrbare Lebensqualit\u00e4t\u00ab im Hinblick auf deren Einl\u00f6sung in der Designpraxis zu begr\u00fcnden. Dieser Forderung gegen\u00fcber steht der Einwand, ihre Erf\u00fcllung w\u00fcrde zu Beliebigkeit und Verantwortungslosigkeit f\u00fchren. Darauf, diesem Einwand zu begegnen, ist die Breite und Tiefe der Untersuchungen angelegt. Das methodische Vorgehen entfaltet sich in Verbindung mit der Theoriebildung zur Korrespondenz von Design und \u00e4sthetischer Erfahrung.<\/p>\n<p>Die differenzierten Ans\u00e4tze f\u00fcr Design werden unter Einbeziehung verschiedener Theorien zur behandelten Thematik erarbeitet. Durch systematische Analysen entsteht ein komplexes Begriffsinstrumentarium, das spielerisch und experimentell einsetzbar ist. Designer k\u00f6nnen damit zu einer bestimmten Aufgabe spezifische Ansatzm\u00f6glichkeiten ableiten. Diese helfen im Designprozess als explizite Diskussionsgrundlage oder in Form von nach bestimmten Kriterien konzipierten Entwurfsbeispielen dabei, Dinge zu entwickeln, welche die Lebensqualit\u00e4t k\u00fcnftiger Nutzer bereichern. Von Designern und allen weiteren am Designprozess Beteiligten verlangt der Einsatz dieses Instrumentariums die Besch\u00e4ftigung mit dem Vielf\u00e4ltigen oder dem Fremden, das Ernstnehmen allt\u00e4glicher Erfahrungsmomente sowie die respektvolle Toleranz gegen\u00fcber individuellen Auspr\u00e4gungen der \u00e4sthetischen Erfahrung. Ohne ein Aufeinanderzugehen und die verantwortliche Umsetzung des M\u00f6glichen gelingt dies nicht.<\/p>\n<p>Die Untersuchung entwickelt sich im Zuge der Argumentation grundlegender Thesen. Im ersten Kapitel geht es darum, Erfahrung als systemischen, dynamischen Organisationsprozess zu modellieren, der sich nur im individuellen Erleben entfaltet (vgl. Kapitel 1.3). Das zweite Kapitel belegt die These, dass bewusstseinsf\u00e4hige Individuen verschiedene Erfahrungsschwerpunkte und -perspektiven entwickeln und dadurch spezielle Qualit\u00e4ten und Ausrichtungen der \u00e4sthetischen Erfahrung entstehen, die als bewusstes Gef\u00fchl erfahren werden (vgl. Kapitel 2.2). Im dritten Kapitel wird dargelegt, dass ein lebender Organismus die Verk\u00f6rperung einer je einzigartigen Erfahrungsgeschichte darstellt, die respektvolle Beachtung verdient (vgl. Kapitel 3.2). Kernpunkt des vierten Kapitels ist die These, dass Menschen ihr soziales Zusammenleben nach ihren Vorstellungen dar\u00fcber gestalten und keiner sozialen Eigendynamik v\u00f6llig ausgeliefert sind (vgl. Kapitel 4.2). Im f\u00fcnften Kapitel steht die These im Hintergrund, dass die Interaktion mit Medien zum Menschsein geh\u00f6rt und Medien immer weder neutral noch bestimmend f\u00fcr menschliches Handeln sind (vgl. Kapitel 5.2). Argumente zu der entscheidenden These im sechsten Kapitel, ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Untersuchung. Grundannahme ist, dass verantwortliches Design mittels achtsamen Ver\u00e4nderungen und durch das Eingehen auf die verschiedensten Erfahrungsschwerpunkte der Menschen f\u00fcr diese mehr Gelegenheiten zur gegl\u00fcckten, freien Begegnung mit den Dingen, den Mitmenschen und dem Selbst schafft (vgl. Kapitel 6.2).<\/p>\n<p>Als wesentliches Untersuchungsergebnis ist neben all den kleinen L\u00f6sungsangeboten zu Detailfragen festzuhalten, dass die Kultivierung vielf\u00e4ltiger Lebensqualit\u00e4t die in Form der \u00e4sthetischen Erfahrung die Wertempfindung des individuellen Lebens ausmacht, mit verantwortlichem Handeln, das in Form von Design als antizipierendem T\u00e4tigsein die Designpraxis bestimmen sollte, zu vereinbaren ist. Den Beweis kann nur die noch ausstehende Erprobung dieses Ansatzes in der Praxis erbringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Grundperspektive der Untersuchung basiert auf der Annahme vielf\u00e4ltiger Formen \u00e4sthetischer Erfahrung und Vorstellungen von Lebensqualit\u00e4t, bzw. einem guten Leben. 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