{"id":406,"date":"2015-12-16T18:33:22","date_gmt":"2015-12-16T17:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?page_id=406"},"modified":"2018-05-05T17:42:20","modified_gmt":"2018-05-05T15:42:20","slug":"6-2-2-initiative-option-aesthetischer-erfahrung-und-emanzipative-perspektive-von-design","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/6-antizipierendes\/6-2-kategorie-der-perspektivitaet-von-design-in-korrespondenz-zur-antizipierenden-verbesserung-aesthetischer-erfahrung\/6-2-2-initiative-option-aesthetischer-erfahrung-und-emanzipative-perspektive-von-design\/","title":{"rendered":"6.2.2 Initiative Option \u00e4sthetischer Erfahrung und emanzipative Perspektive von Design"},"content":{"rendered":"<p>Menschen, die sich in ihrem Wirklichkeitskonstrukt gr\u00f6\u00dftenteils gut f\u00fchlen bevorzugen das interpretative, in Resonanz zu ihren Erfahrungen stehende Design. Dagegen suchen Menschen, die sich in ihrer Wirklichkeitskonstruktion bewusst oder unbewusst eher schlecht f\u00fchlen und f\u00fcr weitere Chancen, die ihnen das Leben bieten k\u00f6nnte, noch offen sind, nach initiativen Optionen, nach Designangeboten, die unter der Ausrichtung der emanzipativen Perspektivit\u00e4t gestaltet sind. Beide Optionen k\u00f6nnen sich verbessernd oder verschlechternd auf die \u00e4sthetische Erfahrung auswirken, wenn sie extrem einseitig verfolgt werden. Ihre Bewertung geht zudem mit politischen Anschauungen einher.<\/p>\n<p>Ein au\u00dfenstehender Beobachter kann unbefangener erkennen, welche Option f\u00fcr einen Menschen vorteilhafter ist. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Vorgaben, die Erwachsene Kindern und Jugendlichen machen. Ein Kind registriert zun\u00e4chst nicht, dass es durch sein Umfeld dazu angeregt wird, eine Wirklichkeit zu konstruieren, die f\u00fcr seine Zukunft negative Auswirkungen haben wird. Manche Kinder, die als schwer erziehbar gelten, sind besonders empfindsam und setzen sich mit ihren Mitteln zur Wehr. Zu diesen Mitteln z\u00e4hlt noch keine Argumentationsf\u00e4higkeit oder breite Lebenserfahrung, die zum Vergleich angef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Deshalb ist es sehr wichtig, f\u00fcr Kinder Anregungen im Sinne der initiativen Option und der emanzipativen Perspektivit\u00e4t von Design bereitzuhalten. Diese k\u00f6nnen ihnen auf kontrollierte Weise helfen, aus ihrem engen Wirklichkeitskonstrukt auszubrechen, andere Menschen besser zu verstehen und selber zu lernen, Entscheidungen zu treffen und sich zu selbstbewussten, verantwortungsvollen Menschen zu emanzipieren. In diesem Zusammenhang ist die Gestaltung des Erziehungssystems zu hinterfragen, welches das Engagement junger Menschen durch lange Schul-, Ausbildung- und Studienzeiten verbraucht, bevor es durch aktive Mitgestaltung der eigenen und der soziokulturellen Wirklichkeit einflie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Mit zunehmender Lebenserwartung wird die emanzipative Perspektivit\u00e4t von Design vermehrt f\u00fcr Erwachsene und \u00e4ltere Menschen relevant. W\u00e4hrend das Leben einer Witwe aus einfachen Verh\u00e4ltnissen noch vor wenigen Jahrzehnten nach strikten gesellschaftlichen Konventionen festgeschrieben war, h\u00e4tte sie heute die Chance, ihrem Leben noch einmal eine neue Richtung zu geben. Krankheiten besiegeln das Schicksal der Betroffenen heute nicht mehr zwangsl\u00e4ufig, wenn sie Angebote vorfinden, die sie zu neuen Lebensmut und Tatkraft anregen.<\/p>\n<p>Die initiative Option als Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t einzusetzen, erfordert Mut zum Umdenken und Experimentieren sowie Fehlertoleranz und Respekt vor Verbesserungsversuchen als solchen, auch wenn schlie\u00dflich nicht alle Versuche zum Erfolg f\u00fchrt. Dies gilt f\u00fcr denjenigen, an den sich die nach der emanzipativen Perspektivit\u00e4t von Design gestalteten Angebote richten ebenso wie f\u00fcr die Menschen, welche ihre Wirklichkeit am liebsten ungest\u00f6rt beibehalten w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen, die sich in ihrem Wirklichkeitskonstrukt gr\u00f6\u00dftenteils gut f\u00fchlen bevorzugen das interpretative, in Resonanz zu ihren Erfahrungen stehende Design. 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