{"id":404,"date":"2015-12-16T18:32:30","date_gmt":"2015-12-16T17:32:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?page_id=404"},"modified":"2018-05-05T17:34:35","modified_gmt":"2018-05-05T15:34:35","slug":"6-2-1-resonante-option-aesthetischer-erfahrung-und-interpretative-perspektive-von-design","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/6-antizipierendes\/6-2-kategorie-der-perspektivitaet-von-design-in-korrespondenz-zur-antizipierenden-verbesserung-aesthetischer-erfahrung\/6-2-1-resonante-option-aesthetischer-erfahrung-und-interpretative-perspektive-von-design\/","title":{"rendered":"6.2.1 Resonante Option \u00e4sthetischer Erfahrung und interpretative Perspektive von Design"},"content":{"rendered":"<p>Die bisherigen Untersuchungen belegen die Einsch\u00e4tzung, dass die \u00e4sthetische Erfahrung von Menschen, welche selten passende Resonanzangebote hinsichtlich der subliminal, sozial oder medial bedingten Komponente ihrer T\u00e4tigkeit und Erfahrungsbildung vorfinden, verarmt. Die Betroffenen k\u00f6nnen kein individuelles Lebensgl\u00fcck empfinden und entfalten, wodurch sie anf\u00e4llig f\u00fcr Fremdsteuerung werden. Dagegen kann eine durch die resonante Option gepr\u00e4gte \u00e4sthetische Erfahrung, welche die verschiedenen bedingenden Kriterien einbezieht und nach Bedarf und im Interesse einer F\u00f6rderung der Individualit\u00e4t gewichtet, zu deren aktiver Entfaltung verhelfen. Indem ein Mensch durch seine entwickelte \u00e4sthetische Erfahrung immer wieder Anl\u00e4sse f\u00fcr Lebensfreude findet, f\u00e4llt es ihm leichter, ein selbstgesteuertes, langfristig als ein gelungenes zu bewertendes Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein solch positives Lebensgef\u00fchl kann zus\u00e4tzlich durch die interpretative Perspektive von Design in Korrespondenz zur resonanten Option \u00e4sthetischer Erfahrung gef\u00f6rdert werden. Dies verlangt eine verst\u00e4rkte Integration subjektiver Kriterien in die Konzeption neuer Produkte. Doch noch immer sind viele Profidesigner von Versuchen zur Objektivierung des \u00c4sthetischen beeinflusst. Obwohl sie ihre T\u00e4tigkeit im ideellen Sinne prim\u00e4r als Dienstleistung f\u00fcr den Endkunden, nicht den zwischengeschalteten Auftraggeber begreifen und ihre gestalterische Selbstverwirklichung zur\u00fcckstellen, w\u00e4hlen sie vor die Frage gestellt, ihren Entwurf entweder an den \u00e4sthetischen Wunschvorstellungen von Nutzern oder an einem auf objektive Ma\u00dfgaben geschrumpften \u00e4sthetischen Repertoire zu orientieren, h\u00e4ufig die letztere Alternative. Die Entwurfsergebnisse bleiben vielen Nutzern fremd, sie finden darin zu wenig Resonanz bez\u00fcglich ihrer pers\u00f6nlichen \u00e4sthetischen Erfahrungen. Zwar k\u00f6nnen sie den Gebrauch der Dinge erlernen, aber diese werden nicht in den individuell oder sozial gewachsenen Lebenskontext einbezogen. Vorwiegend auf die objektive \u00e4sthetische Dimension reduziertes Design kann hinsichtlich der von den Nutzern gew\u00fcnschten Lebensqualit\u00e4t nur selten Resonanzr\u00e4ume zur Best\u00e4tigung, Entfaltung und Verbesserung der \u00e4sthetischen Erfahrung anbieten. Menschen, die in solcherma\u00dfen gro\u00dfteils entfremdeten Kontexten leben, entwickeln nur bedingt pers\u00f6nliches Verantwortungsgef\u00fchl f\u00fcr die Pflege und den Erhalt der Dinge. Dies gilt nicht nur f\u00fcr private, sondern auch f\u00fcr \u00f6ffentliche oder berufliche Lebensbereiche. Wie tief die Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr \u00e4sthetische Erfahrungsqualit\u00e4t im Menschen verankert ist, zeigt das deutlich weniger aggressive Verhalten geistig behinderter Menschen in einem Wohnumfeld, das ihrem Wirklichkeitsempfinden \u00e4sthetisch entgegenkommt gegen\u00fcber neutralen, nur nach funktionalen Gesichtspunkten gestalteten Heimeinrichtungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die bisherigen Untersuchungen belegen die Einsch\u00e4tzung, dass die \u00e4sthetische Erfahrung von Menschen, welche selten passende Resonanzangebote hinsichtlich der subliminal, sozial oder medial bedingten Komponente ihrer T\u00e4tigkeit und Erfahrungsbildung vorfinden, verarmt. 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