{"id":328,"date":"2020-12-16T14:52:00","date_gmt":"2020-12-16T13:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?page_id=328"},"modified":"2020-12-29T14:09:44","modified_gmt":"2020-12-29T13:09:44","slug":"3-1-1-querkausalitaet-durch-teilprozesse-und-kausalitaet-von-unten-durch-subprozesse","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/3-subliminales\/3-1-1-querkausalitaet-durch-teilprozesse-und-kausalitaet-von-unten-durch-subprozesse\/","title":{"rendered":"3.1.1 Querkausalit\u00e4t durch Teilprozesse und Kausalit\u00e4t von unten durch Subprozesse"},"content":{"rendered":"<p>Die Korrelation der gef\u00fchlsbezogenen mit der subliminal bedingten Komponente von Erfahrung wird durch die Bestimmung von Teilprozessen der subliminalen Bedingtheit besonders offensichtlich. Das Zustandekommen der Priorit\u00e4t einer bewussten Organisationsqualit\u00e4t in der \u00e4sthetischen Erfahrung ist zum Teil darauf zur\u00fcckf\u00fchrbar, dass bereits auf subliminaler Ebene der motivationale, der kognitive oder der emotionale Teilprozess gerade dominiert und das Bewusstsein entsprechend beeinflusst<\/p>\n<p>Bis heute ist unzureichend gekl\u00e4rt wie Bewusstsein entsteht. Sicher scheint zu sein, dass der Zustand des Bewusstseins und damit einer bewussten \u00e4sthetischen Erfahrung nur in Form von Sequenzen aus dem psychischen Gesamtprozess auftaucht. Ein Bewusstseinszustand beinhaltet dennoch alle Hauptkomponenten, durch deren Wechselwirkungen die erfahrbare Wirklichkeit konstituiert wird. Eine Schwierigkeit hinsichtlich der modellhaften Beschreibung des Bewusstseins entstand insbesondere durch die Verkn\u00fcpfung von Denken mit oraler Sprache und abstrahierendem Verstand, wodurch andere Denk- und Kommunikationsformen wie sinnliche Anschauungen (<a href=\"\/design\/literaturverzeichnis\/\">vgl. Arnheim, 1996<\/a>) ausgeklammert wurden. Die heutige Psychologie erprobt daher zur Erkl\u00e4rung der Gesamtheit menschlicher Wirklichkeitserfahrung verschiedene Modelle.<\/p>\n<p>Eines davon unterscheidet ankn\u00fcpfend an die Alltagserfahrung und die philosophische Differenzierung von Denken, F\u00fchlen und Wollen, weiterhin drei Teilprozesse. Erstens ist die Kognition zu nennen, der gleicherma\u00dfen sinnliche, multimodale Anschauungen wie auch Begriffe zugeordnet sind und die nach einer weiten Definition auch unbewusste, nicht nur dem Denken zugeh\u00f6rige, sortierende Prozesse umfasst (<a href=\"\/design\/literaturverzeichnis\/\">vgl. Benesch, 1987<\/a>). Der zweite Teilprozess betrifft die unbewusst ablaufenden, wertenden Gef\u00fchlsprozesse und wird als Emotion bezeichnet. Die Motivation als dritter Teilprozess integriert alle aktivierenden und orientierenden Prozesse. Kognition, Emotion und Motivation sind in diesem Modell gleichberechtigt und wechselwirkend aufeinander bezogen (<a href=\"\/design\/literaturverzeichnis\/\">vgl. Spada, 1992, S. 480<\/a>). Sie benennen psychische Teilprozesse, die gro\u00dfteils unabh\u00e4ngig von Bewusstsein st\u00e4ndig aktiv sind.<\/p>\n<p>Da diese Untersuchung von der prinzipiellen Ganzheitlichkeit der Erfahrung ausgeht, werden die Teilprozesse gleicherma\u00dfen in ihrer je speziellen bedingenden Funktion hinsichtlich der \u00e4sthetischen Erfahrung analysiert und nicht gegeneinander abgewogen. Das Festhalten an der Unterteilung der psychischen Teilprozesse, ohne deren Zusammenhang in Frage zu stellen, ist f\u00fcr die angestrebte Erarbeitung differenzierter Kriterien f\u00fcr Design fruchtbar. In diesem Fall macht es dann aber auch keinen Sinn, einen Teilprozess wie die Kognition zum Hauptprozess zu erheben und generell als die relevanteste Bezugsebene f\u00fcr Design darzustellen. Im Verlauf der Ausfilterung von \u00e4sthetischen Kriterien, die den subliminalen Tendenzen zugeh\u00f6ren, wird die Besonderheit der Teilprozesse nochmals kurz umrissen und eine weitere Differenzierung in Subprozesse vorgenommen (<a href=\"\/design\/3-subliminales\/3-3-aesthetische-kriterien-fuer-design-in-korrespondenz-zu-subliminalen-organisationstendenzen\/\">vgl. Punkt 3.3<\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Korrelation der gef\u00fchlsbezogenen mit der subliminal bedingten Komponente von Erfahrung wird durch die Bestimmung von Teilprozessen der subliminalen Bedingtheit besonders offensichtlich. Das Zustandekommen der Priorit\u00e4t einer bewussten Organisationsqualit\u00e4t in der \u00e4sthetischen Erfahrung ist zum Teil darauf zur\u00fcckf\u00fchrbar, dass bereits&hellip;  <\/p>\n<p class=\"more-link\"><a href=\"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/3-subliminales\/3-1-1-querkausalitaet-durch-teilprozesse-und-kausalitaet-von-unten-durch-subprozesse\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":54,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/328"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=328"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/328\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1398,"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/328\/revisions\/1398"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/54"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=328"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}