{"id":204,"date":"2020-12-16T13:52:48","date_gmt":"2020-12-16T12:52:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?page_id=204"},"modified":"2020-12-29T12:24:25","modified_gmt":"2020-12-29T11:24:25","slug":"1-3-3-folgebezogene-orientierung-und-die-kategorie-der-perspektivitaet-von-design-in-korrespondenz-zur-antizipierenden-komponente-aesthetischer-erfahrung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/1-design-und-aesthetische-erfahrung-innerhalb-der-wirklichkeitsbildenden-basis-von-erfahrung\/1-3-3-folgebezogene-orientierung-und-die-kategorie-der-perspektivitaet-von-design-in-korrespondenz-zur-antizipierenden-komponente-aesthetischer-erfahrung\/","title":{"rendered":"1.3.3 Folgebezogene Orientierung und die Kategorie der Perspektivit\u00e4t von Design in Korrespondenz zur antizipierenden Komponente \u00e4sthetischer Erfahrung"},"content":{"rendered":"<p>Bez\u00fcglich der Dominanz der folgebezogenen Organisationsorientierung und einer entsprechenden Stabilisierung der gesamten Erfahrungskreation ist eine weitere Komponente \u00e4sthetischer Erfahrung abzugrenzen. Ihr Einfluss l\u00e4sst sich als pr\u00fcfende, gedanklichen Vorwegnahme von verwirklichbaren Entfaltungsm\u00f6glichkeiten der \u00e4sthetischen Erfahrung kennzeichnen, weniger als freie, vision\u00e4re Phantasie. Sie wird im folgenden antizipierende Komponente genannt. So w\u00e4re die Vorfreude und private Planung eines zuk\u00fcnftigen Ereignisses wie einer Feier, einem Ausflug oder Urlaub diesem Einflussbereich der \u00e4sthetischen Erfahrung ebenso zuzuordnen wie die professionelle Konzeption einer Ausstellung. Der professionelle Aspekt steht bez\u00fcglich der Analyse dieser Komponente im Vordergrund und wird als besonders enge Verschr\u00e4nkung mit der zugeh\u00f6rigen Kategorie von spezifischer Gestaltung oder Design thematisiert.<\/p>\n<p>Zu den bisher behandelten Kategorien bez\u00fcglich dem Teilprozess Design geh\u00f6rt die M\u00f6glichkeit, gestalterisch auf jede Komponente und ihre jeweilige Ausrichtung bez\u00fcglich der \u00e4sthetischen Erfahrung einzugehen und verbessernde Anst\u00f6\u00dfe zu geben. Diese Anst\u00f6\u00dfe sollten behutsam erfolgen und den Erwartungen des Adressaten sowie dessen individueller Ausformung der \u00e4sthetischen Erfahrung angemessen sein. Deshalb kommt die spezifische Gestaltung oder das Design als eigenst\u00e4ndiger Teilprozess der Erfahrungskreation zugunsten einer stimmigen Korrespondenz mit der \u00e4sthetischen Erfahrung nur in abgeschw\u00e4chter Form zur Wirkung. Es wird auch bei der Bestimmung der Kategorien der Aktualit\u00e4t und der Potentialit\u00e4t von Design bereits deutlich, dass die Hauptwirkung des Teilprozesses der spezifischen Gestaltung oder des Designs innerhalb der dynamischen Erfahrungskreation im allgemeinen und in Korrespondenz zur \u00e4sthetischen Erfahrung im besonderen in einem auf m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Entwicklungen bezogenen, regulierenden Einfluss liegt.<\/p>\n<p>Die Korrespondenz von Design zur gef\u00fchlsbezogenen Komponente \u00e4sthetischer Erfahrung hinsichtlich der wirkungsbezogenen Orientierung sowie zu bedingenden Komponenten und der ursachenbezogenen Orientierung richtet sich nach dem Ist-Zustand der \u00e4sthetischen Erfahrung oder der mit ihr verbundenen Erwartungshaltung aus. Dagegen geh\u00f6rt zur Dominanz der folgebezogenen Orientierung in Relation zum Teilprozess der \u00e4sthetischen Erfahrung die Setzung eines Soll-Zustands, auf dessen Erreichen die antizipierende Komponente hinzielt. Die zugeh\u00f6rige Kategorie von Design ist korrespondierend dazu durch die Perspektivit\u00e4t zu kennzeichnen. Sie umfasst die Problematik der mittel- bis langfristigen Vorausplanung und praktischen Umsetzung von angestrebten Zielen hinsichtlich der Erfahrungsdynamik oder der \u00e4sthetischen Erfahrung. Hiervon ist nicht nur die Ausformung der Erfahrungskreation individueller Akteure oder sozialer Gruppierungen, sondern l\u00e4ngerfristig dar\u00fcber hinausgehend auch diejenige sp\u00e4terer Generationen mitbetroffen.<\/p>\n<p>Design, besonders hinsichtlich der Kategorie der Perspektivit\u00e4t, kann eine entscheidende Kraft f\u00fcr das Zustandekommen von pers\u00f6nlich w\u00fcnschenswerten, sozial vertretbaren und medial konkretisierbaren Erfahrungskreationen sein. Deshalb sollten sich Designer ihrer Verantwortung bez\u00fcglich der Gestaltung von Angeboten f\u00fcr \u00e4sthetische Erfahrung, f\u00fcr deren qualitative Bedeutung innerhalb der subjektiven Wirklichkeit und f\u00fcr deren potentielle R\u00fcckwirkung in die Realit\u00e4t bewusst sein. Im Hinblick auf zuk\u00fcnftige Erfahrungskreationen und deren reale Bedingungen wie sie beispielsweise auch die \u00d6kologie markiert, ist daher der \u00e4sthetische, wie ethische Leitsatz des Kybernetikers Heinz v. Foerster (<a href=\"\/design\/literaturverzeichnis\/\">vgl. Foerster, in: Watzlawick, 1988<\/a>) zu beachten, der besagt, dass erkennen wollen eigentlich handeln lernen bedeutet und dass es darum gehen muss, stets so zu handeln, dass weitere Handlungsm\u00f6glichkeiten offenbleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bez\u00fcglich der Dominanz der folgebezogenen Organisationsorientierung und einer entsprechenden Stabilisierung der gesamten Erfahrungskreation ist eine weitere Komponente \u00e4sthetischer Erfahrung abzugrenzen. 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