{"id":141,"date":"2015-12-01T23:32:56","date_gmt":"2015-12-01T22:32:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?page_id=141"},"modified":"2020-12-29T15:10:22","modified_gmt":"2020-12-29T14:10:22","slug":"5-2-3-standardisierte-logik-aesthetischer-erfahrung-und-innovatives-potential-von-design","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/5-mediales\/5-2-kategorie-der-potentialitaet-von-design-in-korrespondenz-zur-medial-bedingten-akzentuierung-aesthetischer-erfahrung\/5-2-3-standardisierte-logik-aesthetischer-erfahrung-und-innovatives-potential-von-design\/","title":{"rendered":"5.2.3 Standardisierte Logik \u00e4sthetischer Erfahrung und innovatives Potential von Design"},"content":{"rendered":"<p>Die Eigenart der medial bedingten Komponente von Erfahrung liegt in der Funktion der Medien, Konkretisierungen von individuellen oder sozialen Erfahrungen zu erm\u00f6glichen sowie Begrenzungen (<a href=\"\/design\/5-mediales\/5-1-modell-zur-organisationsdynamik-der-medialen-komponente\/5-1-3-kausalitaet-nach-oben-durch-den-hauptprozess-der-limitation\/\">vgl. Kapitel 5.1.3<\/a>) f\u00fcr weitere Erfahrungsprozesse vorgeben zu k\u00f6nnen. Am pr\u00e4gnantesten kommt diese Eigenart durch die standardisierte Logik zum Ausdruck. Medien mit standardisierter Logik sind durch explizite Regeln und harte Grenzen definiert. Dadurch werden irrelevante Umgangsweisen mit ihnen von vornherein ausgeschlossen. Allein auf die Orientierung an diesen Regeln, nicht auf organische oder kontextuelle Besonderheiten kommt es bei Interaktionen mit ihnen an.<\/p>\n<p>Zum Beispiel sind die m\u00f6glichen Rechenoperationen bez\u00fcglich einzelner mathematischer Teilbereiche wie der Euklidischen Geometrie genau eingegrenzt. Die vorschriftsm\u00e4\u00dfige Ausf\u00fchrung der expliziten Regeln f\u00fchrt zu einem richtigen Ergebnis. Aber auch f\u00fcr viele technische Prozesse im Bereich des Maschinen- oder Anlagenbaus gibt die Deutsche Industrienorm, DIN, die Reihenfolge der Abl\u00e4ufe vor. Der Vorteil dieser expliziten und standardisierten Logiken f\u00fcr den Umgang mit den entsprechenden Medien ist darin zu sehen, dass sich verschiedenste Personen weitgehend unabh\u00e4ngig von ihrer jeweils unterschiedlichen organischen Logik oder den kontextuellen Logiken in denen sie leben auf sie beziehen und gemeinsam daran weiterarbeiten k\u00f6nnen. Dadurch erm\u00f6glicht die standardisierte Logik eine Arbeitsteilung durch welche die beherrschbare Komplexit\u00e4t bez\u00fcglich der Handhabung medialer Konkretisierungen gesteigert werden kann. Wegen der Orientierung an den gleichen Normen k\u00f6nnen viele, weltweit verstreute Teams gemeinsam ein Gro\u00dfprojekt erarbeiten. Auch die Wissenschaft als Ganzes sowie viele Teilbereiche stellen Medien mit weitgehend standardisierter Logik dar. Diese Definition der standardisierten Logik beinhaltet nicht deren Absolutsetzung, sondern bezieht die M\u00f6glichkeit kontrollierter Ver\u00e4nderungen und explizit eingebrachter Erneuerungen ein. Beispielsweise bildeten sich im Verlauf der mathematischen Forschung verschiedene Beschreibungsstandards und entsprechend unterschiedliche operative Logiken f\u00fcr den Problembereich der Geometrie aus.<\/p>\n<p>Das entsprechend ausgerichtete medial bedingte Potential von Design kann die Interaktion bez\u00fcglich Medien mit standardisierter Logik f\u00fcr die Erfahrung zur Entfaltung bringen. Es ist neben der Erleichterung des Verst\u00e4ndnisses des Umgangs mit den standardisierten Logiken die vordringlichste Aufgabe des zur standardisierten Logik geh\u00f6renden Potentials von Design, die jeweilige Innovation f\u00fcr die bewusste \u00e4sthetische Erfahrung zu erschlie\u00dfen, die sich aus der Interaktion mit Medien dieses Typs ergeben kann.<\/p>\n<p>Solch innovative Impulse gaben zum Beispiel die Computervisualisierungen der verschiedenen Geometrien, insbesondere der Fraktalen, die ab den achtziger Jahren zunehmend entstanden. F\u00fcr diese Beziehung steht im Folgenden das innovative Potential von Design.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Eigenart der medial bedingten Komponente von Erfahrung liegt in der Funktion der Medien, Konkretisierungen von individuellen oder sozialen Erfahrungen zu erm\u00f6glichen sowie Begrenzungen (vgl. Kapitel 5.1.3) f\u00fcr weitere Erfahrungsprozesse vorgeben zu k\u00f6nnen. 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