{"id":129,"date":"2015-12-01T23:26:48","date_gmt":"2015-12-01T22:26:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/?page_id=129"},"modified":"2015-12-18T12:24:08","modified_gmt":"2015-12-18T11:24:08","slug":"5-1-1-querkausalitaet-durch-teilprozesse-und-kausalitaet-von-unten-durch-subprozesse","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vrabek.de\/design\/5-mediales\/5-1-modell-zur-organisationsdynamik-der-medialen-komponente\/5-1-1-querkausalitaet-durch-teilprozesse-und-kausalitaet-von-unten-durch-subprozesse\/","title":{"rendered":"5.1.1 Querkausalit\u00e4t durch Teilprozesse und Kausalit\u00e4t von unten durch Subprozesse"},"content":{"rendered":"<p>Die medial bedingte Komponente entsteht aus dem Zusammenwirken von drei Teilprozessen. Diese wirken in jedem Ablauf einer Interaktion bez\u00fcglich der Welt mit. Der erste Prozess betrifft die Abgrenzung des engeren Bereichs, mit dem eine Interaktion stattfindet. Im weitesten Sinne betrachtet, befindet sich der Mensch n\u00e4mlich in st\u00e4ndiger Wechselwirkung mit der Welt. Zum Beispiel ist das Atmen eine solch basale Interaktion. Sie wird normalerweise nicht weiter beachtet. Aber das Atmen ist auch als Medium f\u00fcr bestimmte Weisen der Interaktion mit der Welt zu entdecken und als enger Bereich abzugrenzen. So wetteifern Kinder im kalten sibirischen Winter um den am st\u00e4rksten knisternden Eiskristallregen, den ihr gefrorener Atemhauch beim Herabfallen verursacht. Dieser Prozess der Aktivation eines Mediums als Entdeckung der M\u00f6glichkeit, es bewusst zur Interaktion bez\u00fcglich der auf die Welt gerichteten Dimension von Erfahrung einzusetzen, ist als ein Teilprozess zu untersuchen.<\/p>\n<p>Zweitens ist derjenige Teilprozess zu analysieren, durch den ein aktiviertes Medium zum dauerhaften Bestandteil der individuellen und der sozial teilbaren Erfahrung wird und in welcher Weise hierbei die drei typischen Logiken jeweils unterschiedliche Bedingungen f\u00fcr die Erfahrung entfalten. Beispielsweise k\u00f6nnte das Eiskristallhauchen zum eigenst\u00e4ndigen Medium der Erfahrung, einer Medien-Gattung im Sinne Schmidts, als sportliche oder k\u00fcnstlerische Disziplin, f\u00fcr die bestimmte Regeln gelten, weiter entwickelt und manifestiert werden. Dieser Teilprozess wird daher als Manifestation bezeichnet.<\/p>\n<p>Der dritte Teilprozess betrifft die Interaktion mit einem bereits abgegrenzten, manifestierten Medium und die dadurch entstehenden Bedingungen f\u00fcr die Erfahrung. Zum Beispiel ist das Eiskristallhauchen nicht von jedermann beliebig als Medium zu nutzten, denn im Sommer steht dieses Medium nicht zur Verf\u00fcgung. Die Verf\u00fcgbarkeit oder Zug\u00e4nglichkeit und weitere Bedingungen f\u00fcr die Erfahrung, sind mit dem Teilprozess der Reaktivation eines Mediums verbunden und beeinflussen die Erfahrung sowie die \u00e4sthetische Erfahrung ebenfalls.<\/p>\n<p>Der Zusammenhang dieser Teilprozesse wird im folgenden sequentiell dargestellt, um sie besser voneinander abgrenzen und nacheinander untersuchen zu k\u00f6nnen. Im Hintergrund dieser vereinfachenden Darstellung steht ein komplexes Modell (vgl. Abbildung 10), in dem alle Prozesse miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Insbesondere die Zuordnung von Erfahrungskriterien zum Teilprozess der Aktivation oder der Reaktivation erfolgt allein unter der Annahme einer analytischen Trennbarkeit der Gesamtdynamik sowie der isolierten Beobachtbarkeit der rekursiven Prozesse der Aktivation als der Erzeugung und der Reaktivation als der Nutzung eines Mediums. Um die Wirkung der Teilprozesse auf die \u00e4sthetische Erfahrung differenzierter untersuchen zu k\u00f6nnen, wird eine weitere Analyseebene unterschieden. Auf dieser sind die Subprozesse benennbar, aus denen die drei vorgestellten Teilprozesse entstehen. Auf der Grundlage dieser Subprozesse, die im Verlauf der Analysen zum n\u00e4chsten Untersuchungspunkt (vgl. Punkt 5.3) detailliert umrissen werden, sind die medial bedingten \u00e4sthetischen Kriterien f\u00fcr Design zu erarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die medial bedingte Komponente entsteht aus dem Zusammenwirken von drei Teilprozessen. 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